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Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher,

herzlich willkommen auf der Homepage des von der Deutschen Krebshilfe geförderten Schwerpunktprogramms Tumorgewebebanken.
Zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen ist die Erforschung von molekularen Mechanismen der Entstehung und des Wachstums von bösartigen Tumoren von zunehmender Bedeutung. Die Verfügbarkeit von Patientenproben ist dabei eine wichtige Voraussetzung, um neue grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich ihrer klinischen Bedeutung für Krebspatienten zu überprüfen und dadurch das Verständnis der Ursachen von Tumorerkrankungen beim Menschen und deren Behandlung verbessern zu können. Die begrenzte Verfügbarkeit von systematisch angelegten Gewebebanken einschließlich der zugehörigen klinischen Information stellt derzeit noch ein Problem für die Übertragung von neuen Erkenntnissen der Grundlagenforschung in die Klinik dar. Mit dem Ziel, die Etablierung größerer überregionaler Tumorgewebebanken zu unterstützen, hat die Deutsche Krebshilfe daher das Schwerpunktprogramm Tumorgewebebanken eingerichtet, in dem Pathologen und onkologisch tätige Kliniker interdisziplinär zusammenarbeiten. Im Rahmen dieses Programms werden seit 2010 vier Konsortien gefördert, die in einem internationalen Begutachtungsverfahren ausgewählt wurden und sich auf unterschiedliche Tumorentitäten (Tumoren des zentralen Nervensystems, maligne Melanome, Mammakarzinome und Kolonkarzinome) konzentrieren. Gemeinsam entwickeln die beteiligten Konsortien u.a. wichtige Grundlagen für die Etablierung überregionaler Gewebebanken und deren Zusammenarbeit. Dies umfasst z.B.:

• Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Standardisierung (SOPs) der Gewebeasservierung
• Strategien des Datenmanagements, der Datenzugänglichkeit und des Datenschutzes
• Regeln zur Probenbereitstellung für Forschungsprojekte
• ethische Aspekte der Gewebesammlung
• Fortbildung auf dem Gebiet Gewebebanken.

Darüber hinaus werden in jedem Konsortium Gewebeproben von Patienten mit einer der o.g. Tumorentitäten sowie die zugehörigen klinischen Informationen in anonymisierter Art und Weise gesammelt und dokumentiert. Die zumeist tiefgefroren asservierten Gewebeproben und die entsprechenden klinischen Daten werden in wissenschaftlichen Projekten mit dem Ziel der Förderung einer patientennahen biomedizinischen Forschung zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen eingesetzt. Auf den Seiten dieser Homepage finden sich nähere Angaben zu Struktur und Zielen der vier geförderten Konsortien des Schwerpunktprogramms einschließlich der jeweiligen Ansprechpartner. Außerdem informiert die Homepage über aktuelle Veranstaltungen und neue Entwicklungen zum Thema Gewebebanken.

Prof. Dr. Guido Reifenberger

AKTUELLES

Nächstes Treffen des Steering-Committees des Schwerpunktprogramms Tumorgewebebanken
2012



ARCHIV

International Minisymposium on "Challenges in Biobanking"
2011

Kick-off Meeting Düsseldorf
2010